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Don Quichote kämpft mit Gott


Da Du mich segnen sollst, was frommt Dir dies,

Daß Deine Hand, Gewaltger, mich verstieß,

Daß Deine Kraft, Gesegneter, mich ließ,

Daß mich Dein Atem, Zürnender, verbließ?

 

Nun lieg ich irgendwo. Und ich bin nicht mehr

Als Staub im Staube, unerkennbar, sehr

Gering. Und schweift Dein großes Auge her

Auf meine Stätte, trübt sichs wolkig leer.

 

Ich aber laß Dich nicht. Da Du verneint

Mir ändern Kampf, sieh, Reiner, her: ich bot

Dich auf, in Pfützen spiegelnd, kämpfe, Feind

 

O Einziger mit Dir: Du würgst mich wenn

Der Staub mich würgt. In jede ärmste Not

Reiß ich Dich Gott: Du segnetest mich denn.



(* 20.08.1899, † 07.11.1929)




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