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Lust der Sturmnacht


Wenn durch Berg und Tale draußen

Regen schauert, Stürme brausen,

Schild und Fenster hell erklirren,

Und in Nacht die Wandrer irren,

Ruht es sich so süß hier innen,

Aufgelöst in sel′ges Minnen;

All der goldne Himmelsschimmer

Flieht herein ins stille Zimmer:

Reiches Leben, hab Erbarmen!

Halt mich fest in linden Armen!

Lenzesblumen aufwärts dringen,

Wölklein ziehn und Vöglein singen.

Ende nie, du Sturmnacht, wilde!

Klirrt, ihr Fenster, schwankt, ihr Schilde,

Bäumt euch, Wälder, braus, o Welle,

Mich umfängt des Himmels Helle!



(* 18.09.1786, † 21.02.1862)




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