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Zeitgedichte


Hochgeschwungen! Hochgeschwungen!

Unsrer Lieder blankes Schwert,

Daß der Kampf der Dämmerungen

Sich in hellen Sieg verkehrt.

 

Jeder, dem es mag gelingen,

Sei zu lautem Sang bereit,

Daß wir sie uns bald ersingen

Unsrer Freiheit goldne Zeit.

 

Aber in der Rüstung Golde

Denkt auch mild im ernsten Streit,

Und vergeh mir nicht die holde,

Ewigschöne Frühlingszeit.

 

Und vergeßt mir nicht den Glauben

An der Wälder grüne Pracht,

An das Glück in kühlen Lauben

Und in süßer Sternennacht.

 

Und ein Lied aus grünen Bäumen,

Das im Lenz von Jubel spricht,

Und im Herbst von Frühlingsträumen

Ist ja auch ein Zeitgedicht.



(* 20.08.1819, † 30.05.1904)




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