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Am Morgen


Trüb der Morgen und kalt.

Ueber die Wiesen schweifen

Feuchte Nebelstreifen;

Auf den Bergen ringsum

Liegen Wolken geballt,

Grau und stumm.

Mühsam

Gegen die dunklen Schatten,

Halb wagend,

Halb zagend,

Sendet Sonne den matten,

Bebenden Strahl.

Nieder in′s Thal

Röthlich bricht

Hier und dort unsicheres Licht ...

Kämpfen muß die herrlichste Gluth,

Die hehrste Feindin irdischer Fehle:

 

Muth, Muth,

Arme ringende Menschenseele!



(* 13.02.1857, † 02.02.1938)




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