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Das frühere Leben


Ich wohnte lang in weiter Hallen Schweigen,

Die abends in der Meeressonne Glut

Sich stolz erheben und zur blauen Flut

Sich gleich basaltnen Grotten niederneigen.

 

Das Meer, darauf des Himmels Abbild ruht,

Tönt feierlich beim Auf- und Niedersteigen,

Und der Akkorde übermächt′ger Reigen

Strömt in den Abend voller Gold und Blut.

 

Dort lebt′ ich lang in dämmerstillem Lächeln,

Voll Wollust atmend Glanz und blaue Luft;

Die nackten Sklaven, ganz getaucht in Duft,

 

Sie mussten mir die müde Stirne fächeln,

Von einer einzigen Sorge nur beschwert,

Das Leid zu finden, das mein Herz verzehrt.



(* 09.04.1821, † 31.08.1867)




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