Nach oben

Das Bild


Krankheit und Tod verlöschten längst die Funken

Des Feuers, das uns lohend einst umfing,

Der Augen Leuchten sanft und liebestrunken

Und jenen Mund, an dem mein Herz verging.

 

Was blieb von unsrer Küsse mächtigen Schauern,

von der Verzückung Rausch so stark und wild?

Ach meine arme Seele, du magst trauern!

Nichts blieb zurück, als ein verwischtes Bild,

 

Das stirbt wie ich, in Einsamkeit verborgen,

Und das die Zeit, der Greis voll böser Gunst,

Mit rauher Schillinge streift an jedem Morgen ...

 

Du düstrer Feind des Lebens und der Kunst,

Du sollst mir niemals im Gedächtnis morden

Sie, die mein Glück war, die mein Ruhm geworden!



(* 09.04.1821, † 31.08.1867)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!