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Alchemie des Schmerzes


Der Eine füllt die Welt mit Glühn,

Dem Andern ist sie Schmerz und Grauen,

Er kann nur die Verwesung schauen,

Wo Jener Leben sieht und Blühn.

 

Du unbekannter Gott voll Listen,

Der meine Kräfte hemmt und spannt,

Du machst dem Midas mich verwandt,

Dem traurigsten der Alchimisten.

 

Du wandelst mir das Gold in Blei,

Das Paradies in Wüstenei;

Du lässt in lichten Wolkendecken

 

Geliebte Leichen mich entdecken

Und auf den himmlisch heitren Auen

Prunkvolle Sarkophage bauen.



(* 09.04.1821, † 31.08.1867)




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