Ihr sollt nicht eure Flügel falten,

damit ihr durch Türen kommt,

noch eure Köpfe beugen,

damit sie nicht gegen eine Decke stoßen,

noch Angst haben zu atmen,

damit die Mauern nicht bersten und einstürzen.

 

Ihr sollt nicht in Gräbern wohnen,

die von den Toten für die Lebenden gemacht sind.

Und obwohl von Pracht und Glanz,

sollte euer Haus weder euer Geheimnis hüten,

noch eure Sehnsucht beherbergen.

 

Denn was grenzenlos in euch ist,

wohnt im Palast des Himmels,

dessen Tor der Morgennebel ist und dessen

Fenster die Lieder und die Stille der Nacht sind.


Das Gedicht "Ihr sollt nicht..." stammt von   (1883 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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