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Letzte Aktualisierung:
08.02.2012 19:31









Zum ersten April anonym an Felix


Ist′s wahr, was man an allen Orten
Sich schon erzählt, mit scheuen Worten?
»Frau Dahn hat einst zur Vollmondnacht
Ein heidnisch Zauberwerk vollbracht:
Ein Goldflechtwerk, reich ausgeschlagen
Mit gelber Seide und getragen
Von hohem Henkel, der die Last
Der Seidenfalten kaum umfaßt.
Die bauschen sich in weiten Bogen
Von rothen Schnüren zugezogen:
Ein Wunderkörbchen muß es sein:
Es trägt ihr täglich Gutes ein.
So oft sie′s aufthut, liegt darin,
Was immer ihr erfreut den Sinn:
Bald ist es Gold, bald Liedeswort, -
Genug, es wundert immerfort.« -
Ich bin Dir gut schon manches Jahr,
Du wetterfestes Ehepar,
Drum wünsch′ ich Frau Theresen auch
Des Wunderkörbchens stäten Brauch.

Felix Dahn
(* 09.02.1834 , † 03.01.1912)



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