Zur Hochzeit eines Försters
O wie den Freund und den Dichter erfreut,
Was sich dem Auge, dem ahnenden, beut:
Junge verschwiegene Liebe -,
Seliges Wandeln im rauschenden Wald, -
Fröhliches Schreiten und schämiges Halt, -
Fern von der Menschen Getriebe.
Und wie ihr schreitet die Tannen entlang,
Sieh, aus den nickenden Büschen nicht bang
Aeuget das Rehlein, das falbe:
Aber am Dach, wo an sonnigem First
Frühest das Eis in dem Lenze zerbirst,
Nistet Euch zwitschernd die Schwalbe!
Felix Dahn
(* 09.02.1834 , † 03.01.1912)
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