Die ersten Wagen mit Zeitungsballen

Fahren am Bahnhof Friedrichstraße vor.

Alle Häuser hängen in violettem Flor.

O wilde Welt! Laß mich ins Dunkel fallen!

 

Die Mädchen flattern heimwärts; böse Eulen.

Aus Cafés äugen Lampen, gelb verstört.

Ein holder Walzer wird nicht mehr gehört,

Weil schon die Dampfer und Fabriken heulen.

 

Da braust der erste Stadtbahnzug ins Loch

Der Bahnhofshalle... Hinter Dächertraufen

Schirrt Phaeton den jungen Tag ins Joch

Und läßt die goldnen Rosse laufen.

 

Die Strahlenpeitsche klatscht um unser Ohr.

Des Gottes Blick erglüht uns im Genicke...

Empor zu dir! Empor!

Sonne rollt über die Weidendammer Brücke.


Das Gedicht "Früher Morgen in der Friedrichstraße" stammt von   (1890 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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