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Letzte Aktualisierung:
06.02.2012 16:30









Dezembernacht


Die Dezembernacht geht warm ins Land,
Wetterleuchten flackt in stummer Ferne.
Und die dunkelglatte Himmelswand,
Überblinkt von Stichen starker Sterne.

Dort das gelbe Lämplein leuchtet kaum
Klein am Boden einer armen Klause.
Offen steht die Tür in Nacht und Raum.
Einer betet halblaut in dem Hause.

Manchesmal ein Menschenschatten liegt
Vor mir lang im grauen Sand der Straße.
Manchmal fällt mich an ein Duft und fliegt
Aus der Bäume hoher Kronenmasse.

Und ich ahne, dort im Dunkel lebt
Vieles, das verborgen sich geboren,
Davon Freude süß vorüberschwebt.
Und die Nacht lacht leis zu meinen Ohren.

Max Dauthendey
(* 25.07.1867 , † 29.08.1918)



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Kommentare




Wed, 08.12.10, 02:02 Uhrreisender
ist das im warmen java geschrieben? denn es würde wunderbar dahin passen - von der temperatur bis zum temperament

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